Welche Vorteile kann echter Manuka Honig bei der Wundheilung für Kinder bringen?

Honig wird von Menschen seit Jahrzehnten als Nahrungsmittel genutzt. Er enthält Wasser, wichtige Proteine, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Enzyme, die der menschliche Körper für viele Stoffwechselprozesse benötigt. Zudem ist Honig seit jeher eine bewährte natürliche Hilfe bei zahlreichen Beschwerden. Seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften lindern Hustenreiz und Halsschmerzen, bekämpfen Infektionen und fördern Wundheilung....
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Matthias Freudenstein

Ferner enthält Honig Antioxidantien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen können.
Bekannterweise stammt Honig von Honigbienen. Diese fleißigen Insekten saugen zuckerhaltigen Blütennektar und transportieren ihn in ihrem Magen zum Bienenstock. Im Bienenmagen wird der Nektar mit Enzymen angereichert und in Zucker umgewandelt. Es entsteht ein dickflüssiger Saft, der in den Waben im Bienenstock eingelagert wird. Die Bienen schlagen dann vor den Waben mit ihren Flügeln, damit das im Saft enthaltene Wasser schneller verdunstet. Damit erhöht sich der Zuckergehalt und der Saft verwandelt sich langsam in Honig. Anschließend werden die Waben mit einer dünnen Wachsschicht verschlossen. Jetzt sind die Bienen und ihre Brut für die kalte Jahreszeit gerüstet. Der Honig dient als hochenergetischer Nahrungsvorrat und wird auch von Imkern geerntet. Es gibt weltweit über 300 Honigarten, deren Farbe, Geschmack und Aroma maßgeblich von der Pflanze bestimmt werden, von der die Bienen den Nektar sammeln.

Beliebte Honigarten sind u. a. Raps-, Klee-, Linden- und Akazien-Honig. Das Superfood unter den Honigen ist jedoch der Manuka-Honig. Er kann als medizinischer Honig je nach Anwendungszweck hilfreich sein – für die genaue Beratung, Einsatzmöglichkeiten und Chancen für die Wundheilung bitte mit einem Arzt / Apotheke Rücksprache halten und nachfragen.

Das ist ein von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka) erzeugter Honig. Die Manuka ist nur in Neuseeland und Südost-Australien beheimatet. Da sie nicht frosthart ist, kann man sie in unseren Breiten nur als Zimmerpflanze kultivieren. Doch dann blüht sie monatelang und verzaubert mit ihren wunderschönen weißen, rosa und roten Blüten jedes Wohnzimmer.

Was ist Manuka-Honig?

Für die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, gilt die Manuka als Heilpflanze. Sie verwenden verschiedene Teile der Pflanze als natürliche Medizin. Besonders erwähnenswert ist der Manuka-Honig, der von Honigbienen aus dem Blütennektar der Manuka erzeugt wird. Echter Manuka-Honig muss aus Neuseeland stammen, weil dieses Land als einziges weltweit einen strengen wissenschaftlichen Standard für Manuka-Honig festgelegt hat, den sogenannten MPI-Standard. Originaler, neuseeländischer Manuka-Honig wird in Neuseeland geerntet, in Gläser abgefüllt, versiegelt und direkt vom Imker zu den Käufern nach Hause geliefert. Auf jedem Honigglas steht vorn eine große Zahl. Das ist der MGO-Wert. Dieser gibt an, wie viel Methylglyoxal der Honig in Milligramm pro Kilogramm enthält. Der Nektar der Manuka Pflanze enthält eine Vorstufe von MGO, das Dihydroxyaceton (DHA), die während des Reifeprozesses des Honigs in den Bienenwaben in Methylglyoxal umgewandelt wird. Das Methylglyoxal ist für seine starke antibakterielle Wirkung bekannt. Ein MGO-Gehalt im Honig von über 500 mg/kg wird von Experten dabei als optimal angesehen.

Der Manuka-Honig aus Australien erfüllt leider nicht die gleichen strengen wissenschaftlichen Standards wie der neuseeländische und wird daher von vielen Ländern und Händlern nicht als echter Manuka-Honig anerkannt.

Der Manuka-Honig wird bei uns aufgrund seiner starken antibakteriellen Eigenschaften sehr geschätzt. Eltern setzen ihn gerne für ihre Kinder als natürliche Alternative zu chemischen Mitteln ein, da er keine unerwünschten Nebenwirkungen hat. Bei der Verabreichung an Kinder ist aber das Alter der Kinder und die MGO-Dosierung zu beachten. Manuka-Honig ist nicht geeignet für Babys und Kleinkinder unter 12 Monaten. Das ist der Tatsache geschuldet, dass insbesondere bei Babys die Darmflora und auch das Immunsystem noch nicht voll ausgereift sind. Im Manuka-Honig können Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten sein. Die Sporen sind im Verdauungstrakt von älteren Kindern und Erwachsenen ungefährlich. Bei Babys hingegen können sie lebensbedrohenden Säuglingsbotulismus auslösen. Die langjährige Praxis zahlreicher Eltern hat gezeigt, dass die innerliche Anwendung bei Kindern ab einem Alter von mindestens 1 Jahr, in der Dosierung von einem Teelöffel pro Tag unbedenklich ist. Es gibt inzwischen auch gute Erfahrungsberichte, die das belegen. Neben der inneren Anwendung ist Manuka-Honig auch zur äußeren Anwendung bestens geeignet. Er kann ohne Bedenken auf die Haut aufgetragen werden. Hier ist besonders der Manuka-Wundheilhonig hervorzuheben.

Was kann Manuka Wundheilhonig?

Manuka-Honig unterscheidet sich generell von anderen Honigsorten, da er nachweislich Bakterien abtötet. Diese antibakterielle Eigenschaft des neuseeländischen Manuka-Honigs wurde in wissenschaftlichen Tests nachgewiesen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Manuka-Honig gerne zur Wundheilung eingesetzt, da er die Schleimschichten, die von Bakterien gebildet werden, (sog. Biofilme) auflösen und Infektionen vorbeugen kann. Ob Schnitt- oder Schürfwunden, Verbrennungen, Hautausschlag oder Neurodermitis, kleine und große Wunden, Entzündungen, Manuka Wundheilhonig ist speziell für diese körperlichen Leiden eine Heilsubstanz der ersten Wahl. Auch Ärzte sind von der therapeutischen Wirkung dieses Wundermittels überzeugt. Um die Wundheilung zu unterstützen, kann der Honig pur auf die Wunden aufgetragen werden. Er eignet sich besonders für Kinder, aber auch Schwangere und Stillende.

Der Alleskönner Manuka Wundheilhonig unterstützt optimal die Heilung akuter Wunden als auch chronischer Wunden, reduziert nachweislich Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen, verhindert Narbenbildung, lässt Wundgeruch verschwinden und fördert die Zellerneuerung. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Verbandswechsel erleichtert wird. Der Honigverband klebt nicht an der Wunde fest, sondern lässt sich schmerzfrei erneuern, was gerade bei Kindern nicht zu unterschätzen ist. Nützlicher Nebeneffekt ist zudem, dass die Wunde beim Verbandswechsel geschont wird. Kurz Manuka-Wundheilhonig erfüllt alle Voraussetzungen eines optimierten Wundverbandes.

Da im Handel auch verdünnter, vermischter oder verfälschter Manuka-Honig angeboten wird, sollten Eltern vor dem Kauf immer die Herkunft, den Abfüllort und die Laborergebnisse überprüfen.

Wichtig: Alle gesundheitlichen möglichen Wirkungen ohne Gewähr! Lassen Sie sich unverbindlich beraten – idealerweise bei Arzt, Apotheker oder spezialisierten Expert:innen für die Wundheiligung bei Kindern.

Um einen guten Manuka-Honig zu finden, sind folgende drei Qualitätsmerkmale deshalb Voraussetzung:

  • Ein ausreichend hoher MGO-Gehalt
  • Bestätigung des MGO-Gehalts durch öffentlich einsehbare Laboranalysen
  • Herkunftsland des Manuka-Honigs muss Neuseeland sein
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Matthias Freudenstein
Matthias Freudenstein ist als Allround-Autor überall dort im Einsatz, wo gerade ein gutes Thema wartet. Er recherchiert schnell, schreibt präzise und findet auch bei komplexen Stoffen einen klaren Einstieg. Ob Kurzmeldung, Porträt oder Hintergrund: Er bringt Struktur in jede Story. Dabei gilt für ihn immer: verständlich, sauber belegt und gern mit einer Prise Humor.