Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen in Österreich? – Gehalt 2025

Wie hoch ist mein Gehalt in Österreich im Vergleich zum Durchschnitt - verdiene ich gut oder wenig? Jetzt zu Brutto und Netto Gehältern in Österreich in verschiedenen Branchen informieren....
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Matthias Freudenstein
Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen in Österreich?

Jedes Jahr wird auch in Österreich das durchschnittliche Einkommen ermittelt. Die dazugehörigen Statistiken sollen zeigen, wer wie viel verdient, was nach Abzug der Steuern übrig bleibt und wie sich das Gehalt in den vergangenen Jahren verändert hat. Auch für das Jahr 2025 wurden in diesem Zusammenhang bereits umfassende Nachforschungen angestellt.

Dieser Ratgeber zeigt, wie es aktuell mit dem Durchschnittslohn in Österreich aussieht und wer in welchen Branchen am meisten von den aktuellen Entwicklungen profitiert.

Das ist das Durchschnittseinkommen 2025

Aktuellen Berechnungen zufolge liegt das durchschnittliche Einkommen in Österreich bzw das Gehalt im Jahr 2025 bei etwa 60.500 Euro jährlich. Dieser Betrag stellt laut Statista Österreich den Mittelwert aller nicht-selbstständig berufstätigen Personen dar. Dabei handelt es sich um einen rechnerischen Durchschnitt aller Berufsbereiche und Positionen. Der mittlere Einkommenswert, der sogenannte Medianwert, beträgt mit 57.800 Euro etwas weniger.

Natürlich bedeuten derartige Durchschnittswerte nicht, dass jeder Berufstätige in Österreich tatsächlich 5.000 Euro im Monat verdient. Es sind vorrangig die hohen Gehälter etwa in Vorständen, die den Wert nach oben treiben. Abhängig von der jeweiligen Branche und der individuellen Position variieren die durchschnittlichen Gehälter zum Teil sehr stark, wie die folgenden Zahlen zeigen: Während Maschinenbauingenieure durchschnittlich 70.250 Euro jährlich erhalten, sind es bei Servicekräften in der Gastronomie nur etwa 30.000 Euro.

Neben dem eigentlichen Verdienst spielen bei der Berechnung des Durchschnittseinkommens noch weitere finanzielle Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel zusätzliche staatliche Leistungen wie Kinderfreibeträge. Aber auch betriebliche Zuschläge wie Weihnachtsgeld müssen beachtet werden, ebenso wie Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Aus diesem Grund können die Nettogehälter stark variieren und auch deutlich vom Durchschnittswert des Bruttolohns abweichen. Eine Beispielrechnung zeigt: Wer monatlich brutto 3.260 Euro erhält, bekommt am Ende netto nur zwischen 2.150 und 2.250 Euro ausbezahlt.

Wer verdient 2025 am meisten in Österreich?

Zu den Top-Verdienern in Österreich im Jahr 2025 gehören Statista zufolge Vorstandsmitglieder börsennotierter Unternehmen, die ein Gehalt von rund 109.000 Euro erhalten. Dahinter liegen Chefärzte mit etwa 100.000 Euro und IT-Projektleiter, deren Verdienst immerhin noch zwischen 85.000 und 95.000 Euro beträgt. In allen genannten Berufsbereichen gilt: Entsprechende Hochschulabschlüsse und Berufserfahrung sind unverzichtbar für eine Karriere und den damit verbundenen Lohn.

Grundsätzlich lässt sich in allen Segmenten auf dem österreichischen Arbeitsmarkt beobachten, dass Berufserfahrung ein höheres durchschnittliches Gehalt bedeutet. Und auch bezüglich der Berufserfahrung gibt es natürlich eine passende Statistik: Diese zeigt, dass das Einkommen steigt, je mehr Erfahrung in der jeweiligen Branche vorhanden ist, wie die folgenden Verdienststufen verdeutlichen:

  • Berufseinsteiger verdienen in Österreich durchschnittlich 25.000 – 30.000 Euro.
  • Eine Berufserfahrung von fünf bis zehn Jahren bedeutet ein Durchschnittsgehalt von 45.000 – 60.000 Euro.
  • Mit einer Erfahrung von mehr als zehn Jahren sind bis zu 80.000 Euro brutto im Durchschnitt möglich (abhängig von Position und Branche).

Berufstätige tun Statista zufolge außerdem gut daran, die Initiative bei Weiterbildungen zu ergreifen und sich so zusätzliche Kenntnisse anzueignen, die das Gehalt ebenfalls erhöhen können.

Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Durchschnittsgehalt

Noch immer bestehen beim durchschnittlichen Lohn in vielen Ländern und somit auch in Österreich teils gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch wenn aus den Untersuchungen von Statista hervorgeht, dass diese Lücke in den vergangenen Jahren ein wenig kleiner geworden ist, besteht sie nach wie vor: Ein Unterschied von bis zu 18 Prozent ist abhängig von der Branche und der individuellen Position zu beobachten. Es verhält sich also weiterhin so, dass Männer oftmals im Durchschnitt mehr verdienen als Frauen.

Die Gründe für die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern sind vielfältig. Frauen sind häufiger als Männer in Teilzeit tätig und wählen zudem öfter Berufsbereiche, in denen grundsätzlich geringere Löhne bezahlt werden (so zum Beispiel die Pflege oder die Gastronomie). Zudem bekleiden Frauen auch im Jahr 2025 deutlich weniger Führungspositionen als Männer.

In welchen Bundesländern verdient man am meisten?

Nicht nur bezüglich des Geschlechts, der Berufserfahrung und der Branche bestehen Unterschiede, was das Durchschnittseinkommen in Österreich im Jahr 2025 angeht. Auch der Wohnort spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. So kommt es zu teils gravierenden regionalen Abweichungen, die unter anderem durch Faktoren wie die Wirtschaftskraft der Region und die Unternehmensdichte entstehen.

Statista Austria zufolge fallen die Durchschnittslöhne in Wien mit rund 66.000 Euro im Jahr am höchsten aus. In der Steiermark sind es noch etwa 57.500 Euro, während Arbeitnehmer im Burgenland nur ungefähr 52.000 Euro verdienen. Berufstätige Österreicher, die ihr Einkommen erhöhen möchten, sollten daher unter Umständen auch einen Umzug in eine andere Region in Erwägung ziehen.

Die Beschäftigungsform entscheidet über den Verdienst

Längst nicht alle berufstätigen Menschen in Österreich arbeiten in Vollzeit. Häufig handelt es sich vor allem in Bereichen wie der Gastronomie oder dem Einzelhandel um Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit. Die verringerten Arbeitszeiten nehmen selbstverständlich auch Einfluss auf das Durchschnittseinkommen. Je weniger Stunden geleistet werden, umso geringer fällt das Gehalt aus. Vollzeitbeschäftigte bekommen durchschnittlich pro Monat ungefähr 3.260 Euro. Angestellte in Teilzeit erhalten dagegen deutlich weniger.

Das durchschnittliche Gehalt für Lehrlinge in Österreich ist in den vergangenen Jahren nur unwesentlich angestiegen. Hier ist vor allem das Lehrjahr ausschlaggebend für den Verdienst. So verdienen Auszubildende im ersten Lehrjahr im Durchschnitt nur rund 900 Euro. Im zweiten Lehrjahr sind es etwa 1.100 Euro, und im dritten Jahr kommen Lehrlinge auf ungefähr 1.250 bis 1.400 Euro. Auch wenn die Gehälter für Auszubildende recht gering ausfallen, ist eine abgeschlossene Lehre nach wie vor eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Laufbahn und auch ein hohes Einkommen.

Hat sich das Durchschnittseinkommen in Österreich verändert?

In den vergangenen Jahren ist zu beobachten, dass das durchschnittliche Gehalt in Österreich natürlichen Schwankungen unterliegt. Im Jahr 2023 verdienten unselbstständige Vollzeitbeschäftigte 51.500 Euro. In zwei Jahren ist das Durchschnitts-Bruttoeinkommen somit um etwa 10.000 Euro gestiegen. Das bedeutet aber nicht, dass Berufstätige am Ende auch wirklich mehr Geld zur Verfügung haben, denn auch die Lebenshaltungskosten sind, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, gestiegen. Auch hier kommt es aber auf die Region an: In Wien werden statistisch gesehen zwischen 2.200 und 3.000 Euro monatlich für eine Einzelperson benötigt, während die monatlichen Lebenshaltungskosten Graz etwa bei geringeren 1.800 bis 2.400 Euro liegen. Es ist zu beobachten, dass die Gehälter in Österreich in den letzten Jahren einen deutlicheren Anstieg verzeichnen als die Lebenshaltungskosten.

Das österreichische Durchschnittsgehalt im europäischen Vergleich

Österreich ist ein Land, dessen Löhne im oberen Bereich angesiedelt sind, wenn man den europäischen Durchschnitt betrachtet. Ein Blick etwa auf die direkten Nachbarn in Deutschland zeigt dies deutlich: Deutsche Arbeitnehmer in Vollzeit erhalten im Jahr 2025 durchschnittlich ein Gehalt von 52.159 Euro und liegen damit unter dem, was Arbeitnehmer in Österreich beziehen. In Schweden fällt das Bruttoeinkommen im Durchschnitt mit 46.300 Euro noch geringer aus, und auch in den Niederlanden ist es mit 58.230 Euro etwas weniger als in Österreich.

Allerdings gibt es auch Länder in Europa, in denen das Durchschnittseinkommen Statistiken zufolge höher ist als in Österreich. Ein Beispiel dafür ist etwa Luxemburg, wo Arbeitnehmer jährlich etwa 83.570 Euro verdienen. Spitzenreiter in Europa ist mit umgerechnet rund 101.640 Euro die Schweiz, was sicherlich niemanden überrascht. Allerdings muss an dieser Stelle beachtet werden, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz im Vergleich auch viel höher ausfallen.

Wie genau wird das Durchschnittseinkommen berechnet?

Um eine aussagekräftige Statistik bezüglich des durchschnittlichen Einkommens anfertigen zu können, muss der Arbeitsmarkt genauestens beobachtet werden. Zuständige Organisationen ermitteln zunächst, wie viele Personen es in Österreich gibt, deren Gehalt in die Berechnungen einfließt.

Dies sind alle nicht-selbstständigen Berufstätigen, die in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis tätig sind. Deren Bruttolöhne werden miteinander addiert und dann durch die Anzahl der zu berücksichtigenden Personen geteilt. Auf diese Weise entsteht ein Durchschnittswert, der besagt, wie viel Einkommen jeder berufstätige Mensch erzielen würde, wenn das Gehalt gleichmäßig verteilt wäre.

In der Praxis ist dies natürlich nicht der Fall: Während einige Menschen sehr viel verdienen, erhalten andere nur den Mindestlohn. Das Durchschnittseinkommen ist demnach eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die einen theoretischen Mittelwert darstellt, aber nicht viel darüber aussagt, wie viel Geld berufstätige Österreicher wirklich erhalten und zur Verfügung haben.

Individuelle Bezüge oder Abzüge werden ebenfalls nicht berücksichtigt. Immer wieder wird aus diesen Gründen die Aussagekraft des Durchschnittseinkommens angezweifelt. Dennoch ist es für die Volkswirtschaft eine wichtige Zahl und wird sicherlich auch in der Zukunft weiterhin eine relevante Rolle spielen.